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8 Geheimnisse und Mythen aus schottischen Whisky-Destillerien

Einige schottische Whisky-Destillerien haben eine Geschichte, die so wild ist wie das Land, in dem sie verwurzelt sind, voller Schmuggler, Geister und Mythen. Hier sind nur einige dieser Geheimnisse der Destillerien.

Der Geist von Glengoyne

1869 übernahm Cochran Cartwright die Geschäfte in der Destillerie Glengoyne. Er ertrank 1899, mutmasslich nachdem er ein paar Drams zu viel intus hatte, im Teich der Destillerie. Es heisst, dass sein Geist immer noch in Glengyone umgeht.

Teich von Glengoyne
Teich von Glengoyne

Der Whisky, den es nie gab

Im Jahr 2012 brachte der Filmregisseur Ken Loach den Streifen «The Angel’s Share» auf unsere Leinwände. Die Geschichte basiert auf einer Whisky-Auktion und erzählt die Geschichte eines einzigartigen Fasses von Islay’s Malt Mill, das nie wirklich abgefüllt wird… es sei denn, Irn Bru-Softdrinkflaschen zählen.

Das Interessanteste daran ist, dass die Malzmühle des Films tatsächlich auf Islay existierte, und obwohl die Geschichte letztendlich fiktiv ist, wurde nichts von ihrem Destillat jemals richtig abgefüllt.

Dies liegt wahrscheinlich daran, dass man nicht beabsichtigte, die Spirituose zu einem Single Malt zu machen, aber 1962 wurde eine grob versiegelte Flasche mit einem handgeschriebenen Etikett gefunden. Dieses Destillat ist kein Whisky, weil es nicht drei Jahre lang in einem Eichenfass gereift ist, was ist es also? Das kann bis heute niemand sagen.

Glenrothes’ Geist & Glen-Grant

Um die Hundertjahrfeier der Brennerei im Jahr 1978 herum sah ein Arbeiter einen Geist in der Destillerie, der eigentlich ein alter Einheimischer war. Der Geist war ein Mann namens Byeway oder Biawa Makalanga. Als Junge wurde Byeway von Major James Grant, dem Besitzer der Glen Grant Destillerie, während seiner Jagdreise in Afrika 1894 entdeckt.

James Grant mit Familie
James Grant mit Familie

Der Junge war verlassen worden, nachdem seine Familie in einer Stammesfehde massakriert worden war, und der Major nahm ihn unter seine Fittiche. Byeway kam als Butler des Majors nach England. Der Major hinterliess in seinem Testament Vorkehrungen für Byeway, darunter ein Zimmer im Glen Grant House, Kohle aus der Destillerie und Mahlzeiten aus dem örtlichen Hotel.

Byeway wird als freundlich und sanft beschrieben, mit einem breiten Rothes-Akzent. Ein Foto von ihm hängt noch heute im Besucherzentrum von Glen Grant. Es scheint, als sei er 1978 als Geist nach Glenrothes hinübergegangen.

Glen Grants Glühbirne

Ein grösserer Dank gebührt dem Major James Grant. Als der erste Mann in den Highlands, der ein Auto besass, war er ein vorausschauendes Exemplar. Glen Grant war auch die erste Destillerie, die ihre Räume mit einer Glühbirne ausleuchtete.

Ertrunken in einem Whisky-Fass

Die Laphroaig-Brennerei hat über viele Jahre ein Getränk auf den Markt gebracht, das immer wieder neue Anschläge auf die Geschmacksnerven vollbrachte.

Die Destillerie an der Südküste Islays wurde um das Jahr 1820 von einer Familie Johnston erbaut, deren Name noch heute das Etikett ziert. Der Gründer starb 1847, als er vermutlich mit genügend Whisky intus, in ein Whiskyfass fiel und darin ertrank. Rumspuken tut er nicht – bei so einem Tod!

Glenrothes grosses Feuer

Glenrothes Distillery

Der grosse Brand von Glenrothes 1922 ist eine erzählenswerte Geschichte. Infolge der Katastrophe brach bernsteinfarbener Nektar aus seinen Vorräten aus und ergoss sich in die Strassen. Die Einheimischen versuchten verzweifelt, die Flüssigkeit in jedem beliebigen Behälter aufzufangen, den sie finden konnten…kostenloser Whisky!

Auch das Vieh auf den umliegenden Feldern und die Fische aus den Flüssen kriegten ihren Teil ab.

Der weisse Hirsch von Arran

Diese himmlische Kreatur ist den Inselbewohnern von Arran gut bekannt. Da das majestätische Tier, von dem man glaubt, dass es ein Hirsch ist, im Laufe der Jahrhunderte nur selten gesehen wurde, soll es denjenigen, die es sehen, Glück bringen.

1995, am Morgen der Eröffnung der Arran-Brennerei wurde das Tier auf der Lochranza-Wiese mit Blick auf die neuen Gebäude gesichtet. Der Leiter der Destillerie und der Chefbrenner haben seither nicht allzu schlecht abgeschnitten.

Mönchswahnsinn

Henry VIII, der etwas weniger philanthropisch als der Major James Grant war, löste die gesamten Klöster des Königreichs auf. Dies hinterliess bei vielen Mönchen verständlicherweise das Gefühl, missverstanden zu werden.

Viele von ihnen wandten sich dem Whisky-Handel zu und begannen, selbst zu destillieren. So dass es wahrscheinlich ist, dass viele der schottischen Destillerien auf diese Weise Fuss gefasst haben. Einige der Kuttenträger waren sogar Schmuggler.

Orwellsche Notizen

George Orwell reiste bekanntlich 1947 auf die Insel Jura, um seinen berühmten Roman 1984 zu schreiben. Es ist möglich, dass er diese Wahl getroffen hat, weil die Insel zum Schreiben friedlich ist, und wahrscheinlich auch, weil, na ja, wer bräuchte nicht einen steifen Drink, nachdem er das geschrieben hat?

Die Destillerie Isle of Jura hat 1984 meisterhaft 1’984 Flaschen eines reichhaltigen und aromatischen Single Malt Whiskys in Fässern abgefüllt.

 

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